Innovation und wirtschaftliche Entwicklung
Welche Bedeutung haben Innovationen und damit Entrepreneurship für Volkswirtschaften? Was sind die Quellen von Innovativität und welche Voraussetzungen müssen Organisation und vor allem der Entrepreneur selbst erfüllen, um eine zunächst abstrakte Idee oder "zufällige Gekegenheiten" in eine wirtschaftlich verwertbare, nachhaltige Innovation zu transformieren? Was ist überhaupt eine Innovation?
Wissenschaftliche Erkenntnisse zu den wesentlichen Eigenschaften einer "Innovation" und den daraus folgenden Implikationen für den Entrepreneur basieren oft auf den grunsätzlichen Arbeiten von Joseph Schumpeter, Israel Kirzner und Frank Knight.
Schumpeter sieht den Entrepreneur als treibende Kraft für einen Prozess der "kreativen Zerstörung", der den Markt bewusst durch die Einführung einer Innovation aus dem Gleichgewicht bringt. Innovation verändert damit radikal gültige Annhamen, Konventionen und den relativen Wert von Ressourcen.
Kirzner dagegen versteht den Entrepreneur als Gleichgewichtskraft, indem er ungenutzte Gelegenheiten, Nischen, Fehler und Versäumnisse identifiziert, ausnutzt und durch diese "Arbitrage" den Markt in Richtung Gleichgewicht bewegt. Innovation im Sinne Kirzners bedeutet also im Gegensatz zu Schumpeters Theorie nichts fundamental Neues, sondern folgt vielmehr aus einer Arbitrage-Situation durch inkrementelle und nicht radikale Veränderung.
In der Realität sind beide Typen von Innovation zu finden, wobei inkrementelle Innovation oder Prozessinnovation deutlich häufiger auftritt, im Vergleich zur radikalen Schumpeterschen "Variante" aber auch entsprechend weniger lukrativ ist.
Einen anderen Ansatz hinsichtlich der Erklärung von Innovation und Entrepreneurship wählt Frank Knight, der die Rolle von Unsicherheit betont und darauf verweist, dass dabei insbesondere die intuitiven Fähigkeiten und das Urteilsvermögen des Entrepreneurs entscheidend für den Erfolg einer Unternehmung sind. Der Entepreneur ist damit aus der gesamtwirtschftlichen Perspektive der Garant dafür, dass trotz Unsicherheiten wirtschaftliche Gelegenheiten genutzt werden und Innovationen stattfinden.
Im Folgenden finden sie übersichtliche Zusammenfassungen der zum Teil gegensätzlichen Theorien zu Innovation, Entrepreneurship und deren Beziehung zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
Wissenschaftliche Erkenntnisse zu den wesentlichen Eigenschaften einer "Innovation" und den daraus folgenden Implikationen für den Entrepreneur basieren oft auf den grunsätzlichen Arbeiten von Joseph Schumpeter, Israel Kirzner und Frank Knight.
Schumpeter sieht den Entrepreneur als treibende Kraft für einen Prozess der "kreativen Zerstörung", der den Markt bewusst durch die Einführung einer Innovation aus dem Gleichgewicht bringt. Innovation verändert damit radikal gültige Annhamen, Konventionen und den relativen Wert von Ressourcen.
Kirzner dagegen versteht den Entrepreneur als Gleichgewichtskraft, indem er ungenutzte Gelegenheiten, Nischen, Fehler und Versäumnisse identifiziert, ausnutzt und durch diese "Arbitrage" den Markt in Richtung Gleichgewicht bewegt. Innovation im Sinne Kirzners bedeutet also im Gegensatz zu Schumpeters Theorie nichts fundamental Neues, sondern folgt vielmehr aus einer Arbitrage-Situation durch inkrementelle und nicht radikale Veränderung.
In der Realität sind beide Typen von Innovation zu finden, wobei inkrementelle Innovation oder Prozessinnovation deutlich häufiger auftritt, im Vergleich zur radikalen Schumpeterschen "Variante" aber auch entsprechend weniger lukrativ ist.
Einen anderen Ansatz hinsichtlich der Erklärung von Innovation und Entrepreneurship wählt Frank Knight, der die Rolle von Unsicherheit betont und darauf verweist, dass dabei insbesondere die intuitiven Fähigkeiten und das Urteilsvermögen des Entrepreneurs entscheidend für den Erfolg einer Unternehmung sind. Der Entepreneur ist damit aus der gesamtwirtschftlichen Perspektive der Garant dafür, dass trotz Unsicherheiten wirtschaftliche Gelegenheiten genutzt werden und Innovationen stattfinden.
Im Folgenden finden sie übersichtliche Zusammenfassungen der zum Teil gegensätzlichen Theorien zu Innovation, Entrepreneurship und deren Beziehung zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung.
Entrepreneurship als Prozess der kreativen Zerstörung - Die Theorie von Joseph Schumpeter (05.12.08)In seinem Werk "Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung" zeichnet Joseph Schumpeter den Entrepreneur als Persönlichkeit, der abseits "ausgetretener" wirtschaftlicher Pfade nach Gelegenheiten sucht. Die bewusste Veränderung von Marktstrukturen in einem Prozess "kreativer Zerstörung" charakterisiert dabei den Entrepreneur und eröffnet Potenzial für Innovation. |
Gleichgewicht durch Entrepreneurship - Die Kritik von Kirzner am neoklassischen Modell (03.12.08)Israel Kirzner kritisiert die neoklassische Annahme des perfekten Wettbewerbs als unrealistisch und unvollständig. Unvollständig, weil Kreativität und Innovativität im Allgemeinen und dem Entrepreneur im Besonderen keine Rolle eingeräumt wird. Kirzner zeigt, wie Entrepreneurship in einem dynamischen Wettbewerb die Tendenz des Marktes in Richtung Gleichgewicht erklären kann und worauf es dabei beim Entrepreneur ankommt. |
Wirtschaftliche Unsicherheit als Quelle für "Pure Profits" (02.12.08)Entrepreneurship in den Arbeiten von Frank Hyneman Knight gründet auf drei wesentlichen Säulen: Innovativität, Anpassungsvermögen und Umgang mit Unsicherheit. Insbesondere die Fähigkeiten des Entrepreneurs, aus Unsicherheit und Ungewissheit Vorteile zu ziehen, indem nicht datenbasiertes Risikomanagement, sondern vielmehr Intuition zum Einsatz kommt, bestimmen die "Qualität" des Entrepreneurs und seine Fähigkeit "pure profits" zu erzielen. |







